Weinprobe Médoc Château Lassus 2013 Cru Bourgeois

Chateau Lassus 2013 - Weinprobe Tastavin weinhändler
Chateau Lassus 2013 - Weinprobe Tastavin weinhändler

Liebe Leser, auch wenn es unter manchen Winzern und Weinliebhabern verpönt ist seine Weine im örtlichen Supermarkt zu kaufen statt im gut sortierten Wein-Depot um die Ecke (oder gar direkt beim Winzer), muss ich eine Lanze brechen für meinen neuen Lieblingssupermarkt. Während meiner letzten Reise durch Südfrankreich verweilte ich auf der Rücktour nach Deutschland für wenige Tage in Besançon und fand mich nachdem mich Hunger und Weindurst in den nächsten Carréfour führten vor gefühlten 1000 Regalmetern Wein wieder. Als Berliner ist man schon sehr verwöhnt mit der relativ großem Auswahl im Kaiser’s um die Ecke, selbst der Späti im Kiez hat oft nicht mal die schlechtesten Weine im Angebot. Allerdings verschlug es mir bei dem Anblick von mehreren Regalen voller qualitativ hochwertigen (!) Weinen fast die Sprache. Im Wissen, dass ich nicht ohne eine kleine Auswahl an Highlights den Laden verlassen durfte, las ich mich Meter für Meter durch die Weinetiketten. Eines meiner Fundstücke dabei war der Médoc Château Lassus 2013 Cru Bourgeois.

Das vielseitige Terroir des Château Lassus erlaubt eine große Charaktervielfalt der Weine

Die erste Nase im Weinglas – Château Lassus 2013

Beim nächsten geselligen Abendessen daheim in Berlin durfte dieser Rotwein natürlich nicht fehlen. Als erstes fiel die tiefe purpurne Farbe im Glas positiv auf und weckte Vorfreude auf tiefe, fruchtige Noten. Die Nase bestätigte mir diese Vorfreude mit schwarzen Früchten, einem Hauch von Vanille und sogar einer dezenten Note an Glühweingewürzen (vielleicht lag dies aber auch an meiner Vorfreude auf das bald anstehende Weihnachtsfest).

Der Geschmack bestätigt die Nase, aber überrascht – Château Lassus 2013

Weinprobe Medoc Château Lassus 2013 - Tastavin Weinhändler
Weinprobe Medoc Château Lassus 2013 – Tastavin Weinhändler

Der erste Schluck lenkt mich allerdings in eine komplett andere Richtung. Der Wein verrät seine Zeit im Holzfass, ich schmecke viel und altes Holz heraus. Was mich überrascht, aber gefällt. Die reifen Tannine sind im Mund stark, aber harmonisch. Als Whiskey-Liebhaber liegen mir starke, trockene, am besten nach Torf oder altem Feuerholz riechende Weine am meisten. Allerdings ist diese Flasche nicht für jedermann, wie mir meine Mutter beim Abendessen mit etwas verzogenem Gesicht mitteilt.
Der Rotwein Médoc Château Lassus 2013 hat aber von Anfang bis Ende einen roten Faden: die tiefen Noten von schwarzen Früchten. Holz, Gewürze, Vanille, all dies kann die dominante Spur der Früchte nicht verstecken. Die verwendeten Weintrauben Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot hinterlassen hier ihre Spur sehr deutlich.

In Kombination mit Braten und Käse weiß der Château Lassus 2013  Médoc zu begeistern

Auch im Abgang bleibt Cassis weiter im Gaumen hängen und denkt nicht daran, so bald zu verschwinden. Das in Kombination mit Geflügel und dunklem Braten befeuert – so zumindest meine karnivore Tischgesellschaft – ein sehr mannigfaltiges, nach Feuerholz und Rauch schmeckendes Erlebnis. In Kombination mit Käse hingegen, so kann der vegetarische Autor bestätigen, verstärkt sich die fruchtige Note noch mehr. Es lohnt sich also diesen Wein zum Essen zu servieren, egal was man nun zu sich nehmen mag.

Das Fazit Château Lassus 2013

Geschmacklich erzählt der Château Lassus 2013  Médoc Cru Bourgeois eine sehr vielfältige Geschichte und hält den Weinliebhaber lang bei Laune. Daher gibt es geschmacklich die absolute Empfehlung meinerseits. Der Preis von knapp 10 Euro ist für den geselligen Abend teilweise an der Grenze, daher würde ich ihn eher für besondere Abende nehmen. Für den Alltag oder die Xbox-Session auf der Couch ist er mir etwas zu schade.

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Über Max 19 Artikel
Max schreibt für Tastavin über die neuesten Weinentdeckungen. Angefangen hat er mit einer Vorliebe für alten Whiskey und dunklen Rotwein, heute findet er, dass Wein in erster Linie interessant sein und eine Geschichte erzählen muss, egal ob frischer Beaujolais Primeur oder alter Bordeaux.

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